Zwischen Warnemünde und Kühlungsborn – Börgerende-Rethwisch im Mai

Im Mai führte uns die Reise an die Ostsee. Ziel war ein Campingplatz in Börgerende-Rethwisch, das mit seiner Lage zwischen Warnemünde und Kühlungsborn ein guter Ausgangspunkt für ausgedehnte Fahrradtouren ist. Von hier aus lassen sich die historischen Seebäder gut erkunden. Der Ostseeradweg fürhrt direkt am Campingplatz vorbei. Der kleine Ort ist bekannt für seinen langen Naturstrand und die ruhige Lage abseits der großen Seebäder wie Kühlungsborn und Warnemünde.

Weitere Informationen zu Börgerende-Rethwisch

Der Campingplatz war zu dieser Zeit noch wenig ausgelastet, sodass noch genügend Plätze zur Auswahl standen.

Alle Plätze sind mit Wasser- und Abwasseranschluss ausgestattet.

Fahrradtour nach Warnemünde und zum Hütelmoor

Durch den Gespensterwald am Strand entlang

Am ersten Tag stand eine Fahrradtour nach Warnemünde an. Die Route führte durch den Gespensterwald, weiter zum Ostseebad Nienhagen und schließlich bis nach Warnemünde.

An der Ostsee reicht der Wald vielerorts bis nahezu direkt an den Strand. Diese ungewöhnliche Nähe von Wald und Meer prägt das Landschaftsbild und trägt wesentlich zum besonderen Flair der Ostseeküste bei. Besonders eindrucksvoll lässt sich das z.B. im Gespensterwald bei Nienhagen erleben, wo die Buchen durch Wind und salzhaltige Luft teils stark windschief gewachsen sind und direkt an der Steilküste eine fast gespenstische Stimmung erzeugen.

Der Leuchtturm, der „Teepott“ und das Hotel Neptun stechen sofort ins Auge. Direkt daneben liegt einer der breitesten Badestrände Deutschlands, der das Bild von Warnemünde maßgeblich prägt.

Warnemünde ist ein Stadtteil von Rostock und vor allem durch den größten Kreuzfahrthafen Deutschlands bekannt. Die gewaltigen Kreuzfahrtschiffe, die hier anlegen, stehen in starkem Kontrast zum sonst eher maritimen und entspannten Charakter des Ortes. Zwischen Strand, Alter Strom und Hafen treffen hier Tourismus, Seefahrt und Alltag aufeinander.

Bei einem Kaffee kann man einfach sitzen bleiben, die Menschen beobachten, das Flair auf sich wirken lassen oder den Fähren nachschauen, die regelmäßig an der Warnow vorbeikommen, wie auf dem Bild hier der Hybridfähre mit den Rotorsegeln zur Windkraftunterstützung.

Weiterfahrt mit der Fähre zur Hohen Düne und weiter zum Hütelmoor

Dann ging es mit der Fähre auf die andere Seite der Warnow, wobei man sehr nah an den Kreuzfahrtschiffen vorbeikommt, die am Cruise Center liegen. Weiter fuhren wir zum Hütelmoor. Dort gibt es eine Aussichtsplattform, auf der man verweilen kann, um die Natur auf sich wirken zu lassen und die Tiere – wie den Fuchs – zu beobachten.

Zurück ging es dann auf der gleichen Strecke

Distanz: 48,7 km
Fahrzeit: 3:04 Stunden (15,9 km/h)
Höhenmeter: 91 hmEs war eine – am Meer nicht anders zu erwartende – ebene Strecke, ohne irgendwelche Schwierigkeiten.

Viel Zeit zum spazieren, beobachten und im Cafè zu sitzen.

Fahrradtour Heiligendamm, Kühlungsborn & Rerik

Am nächsten Tag fuhren wir dann mit dem Fahrrad nach Rerik. Die Fahrt ging über Heiligendamm und Kühlungsborn.

Die erste Station war Heiligendam. Auf der Promenade darf man nur zu Fuß gehen. Es ist eine Sackgasse, man muss also den gleichen Weg zurück.

Heiligendamm wird auch die „Weiße Stadt am Meer“ genannt und gilt als das älteste deutsche Seebad. Die historischen weißen Gebäude direkt an der Ostsee wurden größtenteils restauriert und beherbergen heute unter anderem ein Luxushotel.

Unterwegs begegnete uns die „Molli“, die Mecklenburgische Bäderbahn, die gemächlich zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan unterwegs ist.
In Kühlungsborn haben wir einen der letzten beiden erhaltenen Wachtürme der ehemaligen Ostseeüberwachung besucht. Der Turm wird heute von einem engagierten Verein betreut und vermittelt eindrucksvoll, wie hier früher die Küste überwacht wurde. Gezeigt werden zahlreiche Informationen, Ausstellungsstücke und Details aus dieser Zeit, die den Besuch besonders interessant machen. Der zweite noch existierende Turm steht in Börgerende.

Hinter Kühlungsborn mussten wir ein Stück ins Landesinnere, da es keinen Radweg direkt am Strand mehr gab. Ab hier gab es einige Steigungen, die aber nicht über 6% hinausgingen.

Dann ging es weiter nach Rerik. Hinter Rerik liegt die „Die verbotene Halbinsel Wustrow“. Später sind wir dann wieder nahezu die gleiche Strecke zurück.

Bis Kühlungsborn ist die Strecke überwiegend flach.
Zwischen Kühlungsborn und Rerik befinden sich allerdings einige Steigungen.

Distanz: 57,8km
Fahrzeit 3:33 Stunden (16,3 km/h)
Höhenmeter: 240 hm

Hansestadt Wismar

Am folgenden Tag sind wir nach Wismar gefahren. Da die Entfernung fürs Fahrrad zu weit war sind wir mit dem Wohnmobil gefahren. Wismar bietet freundlicherweise einen Parkplatz auf dem auch Wohnmobile stehen dürfen, sogar kostenlos.
Bei unserem Rundgang durch die Stadt haben wir den Turm der St. Georgen Kirche bestiegen mit dem Fahrstuhl erreicht. Von dort aus kann man die gesamte Stadt überblicken.

Anschließend sind wir zum alten Hafen gegangen und haben das Baumhaus mit den davorstehenden Schwedenköpfen besucht. Es ist ein Museum in dem man sich über die Vergangenheit Wismars und die Kogge Wissemara informieren kann.

Weitere Infomationen über das Bauhaus beim Verein „Poeler Kogge“

Am Hafen hat es dann zur Stärkung noch ein Fischbrötchen gegeben und dann haben wir weiter die Stadt besichtigt. Es ist eine wundervolle Stadt deren Besuch sich in jedem Fall lohnt, unter anderem kann man dort Filmdrehorte besuchen.

Nach unserer Rückkehr haben wir den Abend am Grill und Strand ausklingen lassen und und von dem anstrengenden Tag erholt.

Hansestadt Rostock

Mit dem Fahrrad sind wir nach Rostock gefahren und konnten so ganz entspannt die Stadt erkunden.

Das Ständehaus in Rostock wurde ca. 1893 im Auftrag der Mecklenburgischen Ritterschaft gebaut.
Seit 1992 ist Sitz des Oberlandesgerichtes Rostock.

Gegnüber dem Ständehaus befindet sich das Steintor, das in der jetztigen Bauweise ca. 1577 errichtet wurde.

Wir sind dann weiter gefahren bis zum Neuen Markt. Von dort konnten wir das Rathaus bewundern.

Hier war ein guter Ort die Fahrräder stehne zu lassen um die Fußgängerzone zu besuchen

In der Fußgängergzone befindet sich ein Brunnen mit diversen Skulpturen. Viele sind unbekleidet, daher wird der Brunnen im Volksmund auch „Porno-Brunnen“ genannt.

In der direkten Nachbarschaft des Brunnens auf dem Universitätsplatz sind einige Eisdielen und Cafès. Dort haben wir bei einer Tasse Kaffee eine kleine Pause eingelegt und das Treiben auf dem Platz beobachtet.

Vom Brunnen aus kann man auf das Hauptgebäude der Universität Rostock blicken.

An einem Giebel des Fünfgiebelhauses ist ein Greif zu sehen. Das Fabeltier taucht auch im oberen Teil des Rostocker Stadtwappens auf und war das Herrschaftszeichen der mittelalterlichen Fürsten von Rostock.

Ein Stück weiter steht das Kröpeliner Tor, eines der Wahrzeichen Rostocks. Es stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurde später auf seine heutige Höhe von 54 Metern aufgestockt.

Auf dem Rückweg sind wir in eine Gasse abgebogen und haben dort die Marienkirche entdeckt. Sie steht direkt am Neuen Markt, hatten sie aber bei unserer Ankunft noch nicht gesehen.

Zum Abschluss ging es noch zum Hanse Outlet, wo wir uns bei einem namhaften Hersteller mit Gummibärchen eingedeckt haben. Für den Weg dorthin führte der Fahrradweg über eine längere Strecke direkt an einer Hauptstrße entlang.

Anschließend sind wir dann die gleiche Strecke wieder zum Campingplatz zurückgefahren.

Distanz: 56,9 km
Fahrzeit: 3:29 h (16,3 km/h)
Höhenmeter: 270 hm

Die Höhenmeter haben sich größtenteils über die gesamte Strecke verteilt, sodass es sich problemlos fahren lässt.

✍ Überarbeitet am: 26. März 2026

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