Camping im Recreatiepark Noordwijkse Duinen
Im Juli 2025 waren wir an der Nordsee in Noordwijk unterwegs, einem beliebten Küstenort in der Provinz Südholland (Niederlande). Übernachtet haben wir auf dem Recreatiepark Noordwijkse Duinen, auf dem wir vorab einen Stellplatz reserviert hatten.

Mit rund 44 Euro pro Nacht zählt der Campingplatz nicht zu den günstigsten. Dafür waren Strom sowie Wasser- und Abwasseranschluss direkt am Stellplatz und im Preis enthalten. Der Park selbst ist überwiegend als Ferienpark mit Bungalows angelegt, während der Bereich für Wohnmobile und Camper vergleichsweise klein ausfällt.
Nachdem das Wohnmobil ausgerichtet und am Strom angeschlossen war, haben wir die Fahrräder fertiggemacht und sind als erstes zum Strand gefahren.
Radtour zum Strand bis Katwijk
Strand


Der Weg zum Strand führte über eine Straße mit einem gut ausgebauten Fahrradweg. Bereits hier konnte man die typische Dünenlandschaft der Nordseeküste erleben. Weitläufige Dünen mit Strandhafer ziehen sich entlang der Küste und bilden eine natürliche Barriere zwischen Meer und Hinterland. Von unterwegs boten sich immer wieder schöne Blicke über die sandigen Hügel dieser abwechslungsreichen Küstenlandschaft.


Am Strand bemerkte man sofort, dass es hier touristisch gut erschlossen ist. Es gab einen großen Fahrradparkplatz und eine Menge Souvenierläden, Lokale und Imbisse.
Am Strand waren viele Strohschirme aufgestellt, sodass man sich gut vorstellen konnte, wie belebt es hier in der Hochsaison sein kann. Zu der Zeit, als wir dort waren, war es zum Glück noch angenehm ruhig


Von hier aus hat man einen weiten Blick über die Nordsee. Das gleichmäßige Rauschen der Wellen und der Wind vom Meer prägen die besondere Atmosphäre dieser Küstenlandschaft.
Bei entsprechendem Wind sind hier häufig Gleitschirmflieger zu sehen, die den Aufwind an den Dünen nutzen. Diese Art des Fliegens entlang der Küste wird auch Küsten-Soaring genannt.


Mit einem speziellen Bus konnte man direkt über den Strand bis ans Wasser gebracht werden. Das Fahrzeug ist so ausgestattet, dass auch Rollstuhlfahrer und andere mobilitätseingeschränkte Personen bequem mitfahren können. Dadurch erhalten auch sie die Möglichkeit, den Strand und das Meer aus nächster Nähe zu erleben.
Noordwijk und Katwijk über den Küstenradweg


Anschließend führte uns der Küstenradweg durch Noordwijk weiter bis nach Katwijk. Unterwegs boten sich immer wieder schöne Ausblicke auf die weitläufige Dünenlandschaft und die Nordsee mit den Schiffen am Horizont.


Noordwijk ist ein stark touristisch geprägter Ort mit vielen Angeboten für Besucher. Entlang der Promenade finden sich zahlreiche Restaurants, Strandpavillons und Freizeitangebote. Zur Zeit unseres Aufenthalts stand dort sogar ein großes Riesenrad.


Auf dem Rückweg haben wir uns in Noordwijk die Stadt angesehen und in einem Kaffee das Treiben dort beobachtet.
Tourdaten:
Distanz: 36,1 km
Fahrzeit: 2:27 Std (Ø 14,7 km/h)
Höhenmeter: ca. 130 hm
Durch das auf und ab in den Dünen kommen ein paar Höhenmeter zustande, die sich aber gut verteilen.
Fahrradtour nach Leiden
Am nächsten Tag führte uns unsere Tour nach Leiden, einer sehr schönen Universitätsstadt in der niederländischen Provinz Südholland. Ein Teil der Strecke verlief leider direkt entlang einer stark befahrenen Hauptstraße, allerdings mit einem sehr gut ausgebauten Fahrradweg.
Dafür entschädigten die übrigen Abschnitte der Route und schließlich auch die Stadt Leiden selbst. Unterwegs führte der Weg bereits an einigen Grachten vorbei, sodass wir einen ersten Eindruck von der schönen Wasserlandschaft der Stadt bekamen.






Die Stadsgehoorzaal Leiden mit ihren drei Sälen, von denen der älteste aus dem Jahr 1659 stammt, ist ein bekanntes Veranstaltungsgebäude der Stadt. Hier finden Konzerte, Ausstellungen und auch Tanzveranstaltungen statt.
An der Breestraat steht das historische Gemeenlandshuis van Rijnland von 1578, ein repräsentatives Gebäude der ehemaligen Wasserbehörde. Die reich verzierte Renaissancefassade mit ihren Treppengiebeln gehört zu den auffälligsten historischen Häusern der Straße.


Leiden ist ein beliebtes Ausflugsziel, entsprechend belebt sind oft auch die Straßen der Stadt.
Im Zentrum von Leiden befindet sich die Hartebrugkerk aus dem Jahr 1836, auch Coeliekekerk genannt.
Wie die Hartebrugkerk gehört auch die Kerkbrug aus dem Jahr 1876 zu den bekannten Wahrzeichen Leidens


In einem „schwimmenden“ Lokal mit Blick auf die Kerkbrug haben wir bei einem Kaffee eine Weile das Treiben in der Stadt beobachtet.
Tourdaten:
Distanz: 44,1 km
Fahrzeit: 2:58 Std (Ø 15,1 km/h)
Höhenmeter: ca. 130 hm
Die wenigen Höhenmeter verteilten sich über die gesamte Strecke, nennenswerte Anstiege gab es nicht.
Nach der kleinen Pause machten wir uns wieder auf dem gleichen Weg zurück zum Campingplatz, sind dann allerdings nochmal kurz entschlossen zum Strand gefahren.
Fahrradtour nach Scheveningen


Am letzten Tag sind wir dann nach Scheveningen gefahren.
Ab Katwijk veränderte sich die Dünenlandschaft deutlich. Sie wurde noch weitläufiger und zwischen den Dünen waren immer wieder kleine und größere Seen zu sehen.


In den Dünen konnten wir sogar Rinder beobachten, die dort vermutlich zur Landschaftspflege eingesetzt werden.
Der Strand von Scheveningen mit De Pier war uns allerdings etwas zu stark touristisch erschlossen. Das Dorf selbst haben wir uns deshalb nicht mehr angesehen.
Auf dem Rückweg konnten wir in Katwijk noch eine Vorführung der Reddingsbrigade, der niederländischen Wasserrettungsorganisation, beobachten. Vermutlich handelt es sich um eine der größten Veranstaltungen dieser Art in den Niederlanden.
Neben der Rettungsbrigade waren auch Marine, Luftwaffe, Küstenwache und weitere Organisationen beteiligt. Gemeinsam demonstrierten sie verschiedene Einsätze aus dem Bereich SAR (Search and Rescue).





Bereits am ersten Tag hatten wir in Noordweijk in einem Fischrestaurant an der Promenade am Abend gegessen. Es hatte uns so gut gefallen, dass wir am letzten Abend nochmal dorthin gefahren sind.

Tourdaten:
Distanz: 58,7 km
Fahrzeit: 3:34 Std (Ø 16,4 km/h)
Höhenmeter: ca. 310 hm
Die Höhenmeter sind hier wieder das auf und ab in den Dünen. Der höchste Punkt über NN lag so bei 22m, also auch hier wieder keine nennenswerten Steigungen.
Am nächsten Tag machten wir uns wieder auf den Heimweg. Hinter uns lagen abwechslungsreiche Tage an der niederländischen Nordseeküste mit weiten Dünenlandschaften, schönen Fahrradtouren und interessanten Orten.
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