Dresden mit dem Wohnmobil und Fahrrad erleben

Altstadt, Elbe und persönliche Eindrücke

Dresden begleitet mich schon seit vielen Jahren. Meine ersten Besuche liegen noch in der Zeit der DDR, als wir 1977 Bekannte meiner Mutter besuchten, die in Dresden geboren wurde. Damals wirkte die Stadt wie eine andere Welt -. nicht unbedingt eine schlechtere, aber geprägt von vielen Trabis, Straßen in schlechtem Zustand und zahlreichen sanierungsbedürftigen Häusern. Auch die sichtbarennSpuren der Zerstörung aus dem Krieg waren noch allgegenwärtig.

Vieles hat sich seit dem verändert. Nicht alles empfinde ich positiv, doch der Wiederaufbau und die Restaurierung unzähliger Gebäude und Straßenzüge sind beeindruckend. Besonders die Frauenkirche, von der damals nur einige Steine zu sehen waren, steht heute sinnbildlich für diesen Wandel.

Inzwischen war ich mehrfach zu Besuch bei Verwandten in Dresden und habe diese Aufenthalte auch zu eigenen Erkundungen genutzt. Dabei konnte ich beobachten, wie sich die Stadt Schritt für Schritt verändert hat. Dresden an der Elbe verbindet barocke Architektur, weite Flusslandschaften und eine besondere Mischung aus Geschichte und Gegenwart.

Auch wenn ich bei diesem Aufenthalt in der Stadt nur die Kreuzkirche und das unmittelbare Umfeld besucht habe, fügt sich dieser Besuch in eine längere Reihe von Eindrücken ein.

Dresden ist für mich daher kein einmaliges Reiseziel, sondern eine Stadt, die sich über die Jahre immer wieder neu zeigt – mal lebendig und offen, mal ruhig und beinahe zurückhaltend. Besonders die Lage an der Elbe prägt das Stadtbild und bildet den Übergang zur Natur und zur Sächsischen Schweiz.

Über die Zeit ist Dresden für mich zu einem der – vielleicht sogar dem – liebsten Reiseziele geworden.

Da ich erst mittags losgefahren bin, habe ich beschlossen in Kassel auf einem Stellplatz zu übernachten. Die Fahrt durch das Ruhrgebiet verlief erneut mit einigen Staus, sodass ich erst nach Einbruch der Dunkelheit am Stellplatz ankam. Am nächsten Morgen war ich sehr früh wieder unterwegs. Da ich ab dort ohne Verzögerungen durchfahren konnte, erreichte ich den Campingplatz bereits vor der Mittagspause . Obwohl die offizielle Anreisezeit erst ab 14:00 Uhr gilt, wurde ich freundlicher Weise trotzdem sofort auf den Platz gelassen.

Der Campingplatz Wostra liegt im Dresdner Stadtteil Laubegast, nur etwa 200 Meter von der Elbe entfernt. Der Name steht für „Wochenend- und Strandbadgesellschaft“, denn das Strandbad befindet sich unmittelbar hinter dem Campingplatz. Ich kannte den Platz bereits von meinem Besuch im Jahr 2020. Er ist klein, ruhig, gut ausgestattet und vergleichsweise günstig. Mit 15 Euro für eine Person und 20 Euro für zwei Personen (Stand 2025) liegt er preislich kaum über einem einfachen Stellplatz.

  • Am nächsten Tag stand eine Fahrradtour nach Meißen auf der Tagesordnung.

    Mit dem Fahrrad von Dresden nach Meißen entlang der Elbe

    Mit dem Fahrrad von Dresden nach Meißen entlang der Elbe

    Mit dem Fahrrad von Dresden nach Meißen entlang der Elbe – hin flussabwärts auf dem linken Elbufer, zurück elbaufwärts auf der gegenüberliegenden Seite. Den Abschluss bildet der weite Blick auf die Dresdner Altstadt.

Wanderung in die Stadt

Die Entfernung zur Dresdner Altstadt beträgt etwa 11 Kilometer. Da der Elberadweg nahezu direkt am Campingplatz vorbeiführt, ist man mit dem Fahrrad in kurzer Zeit im Zentrum. Alternativ erreicht man die Innenstadt bequem mit dem Bus (etwa fünf Minuten zu Fuß) und anschließendem Umstieg in die Straßenbahn – selbst ich habe das problemlos geschafft.

Da ich nicht mit dem Fahrrad in die Stadt wollte, aber trotzdem Bewegung brauchte, habe ich beschlossen zu Fuß zu gehen und den Rückweg dann mit Straßenbahn und Bus. Es ist im Großen und Ganzen eine unaufregende Strecke.

Zwischen den gepflegten Blumenanlagen und den alten Bäumen war vom städtischen Trubel kaum etwas zu spüren. Nur vereinzelte Menschen auf den Wiesen. Es tat gut, sich Zeit zu nehmen und Dresden nicht nur als Sehenswürdigkeit, sondern als Lebensraum wahrzunehmen.

Das erste Ziel war die Kreuzkirche. Sie ist – nicht zuletzt wegen ihrer Schlichtheit – eine meiner liebsten Kirchen. Die Weite des Innenraums wirkt fast nüchtern, aber genau das macht für mich den Reiz aus. Keine überbordende Pracht, sondern klare Linien und viel Licht. Während meines Besuchs herrschte eine ruhige, fast zurückhaltende Atmosphäre

Sie war während der Wende ein Ausgangspunkt der Demonstrationen in Dresden.

Im Vergleich ist die Frauenkirche bedeutend schöner und prunkvoller. Die Kreuzkirche ist die evangelische Hauptkirche der Stadt mit über 3000 Sitzplätzen.

Nach dem Besuch der Kreuzkirche bin ich weiter zum Altmarkt gegangen, wo gerade der Herbstmarkt stattfand. Von dort aus bin ich die Prager Straße auf und ab gegangen. In die Geschäfte zog es mich nicht. Weitere Unternehmungen in der Innenstadt hatte ich nicht geplant. Dieser Aufenthalt stand ohnehin stärker im Zeichen der Besuche bei Verwandten und die Zeit in der Natur als im Stadtprogramm. So machte ich mich schließlich auf den Rückweg zur Straßenbahnhaltestelle und fuhr mit gut gefüllten Tram zurück Richtung Laubegast. Von der Endstation aus entschied ich mich den restlichen Weg zu Fuß zu gehen anstatt auf den Bus zu warten, der mich dann auf halber Strecke überholt hat.

Am folgenden Tag Radtour Elberadweg bis Tschechei durch die Sächsische Schweiz

  • Ein Stück Sächsische Schweiz

    Bei bestem Wetter führte mich die Tour von Dresden aus auf dem Elberadweg nach Tschechien – durch Felslandschaften und Elbauen. Auf dem Rückweg zeigte sich, wie schnell das Wetter hier wechseln kann.

Mit der Fähre über die Elbe in Dresden

Die Brücken in Dresden empfinde ich nicht unbedingt als ideal, um entspannt Fahrrad zu fahren. Vielleicht liegt es daran, dass ich vom Dorf komme – jedenfalls hatte ich manches Mal das Gefühl, erst einmal erraten zu müssen, wie Fahrspuren und Beschilderungen eigentlich gemeint sind.

Statt mich durch Autoverkehr und Spurwechsel zu kämpfen, bin ich schließlich dazu übergegangen, die Elbe mit einer der Fähren zu überqueren. Das ist nicht nur deutlich ruhiger, sondern auch eine angenehm entschleunigende Art, die Flussseite zu wechseln.

🚲 Mit dem Fahrrad auf die Elbfähre – fast überall problemlos

Man kann (fast) alle Fähren problemlos mit dem Rad erreichen.
Lediglich an einer Stelle – dort, wo man mit der Fähre auch nach Tschechien einreist – wartet auf der anderen Seite eine relativ hohe Treppe. Mit E-Bikes ist das eher ungünstig.

🌄 Perspektivwechsel inklusive

Bei der Überfahrt bekommt man ein ganz anderes Panorama des Elbtals.
An dieser Anlegestelle wurde ich sogar noch freudig begrüßt – manchmal sind es genau diese kleinen Momente, die eine Tour besonders machen.

Von Dresden mit dem Fahrrad zur Bastei

  • Radtour zur Bastei

    Radtour zur Bastei

    480 Höhenmeter hinauf zur Bastei – lohnt sich das mit dem Fahrrad? Eine abwechslungsreiche Tour von Dresden über Lohmen in die Sächsische Schweiz mit beeindruckenden Panoramen und entspannter Rückfahrt entlang der Elbe.

Kleine Entdeckungen unterwegs

An einem regnerischen Tag habe ich einen Spaziergang entlang der Elbe unternommen.
Von hier aus bot sich ein weiter Blick hinüber zum Schloss Pillnitz, das fast direkt gegenüber vom Campingplatz liegt.

Rundfahrtschiff "Meissen" auf der Elbe bei Dresden

Bei einigen kürzeren Fahrten habe ich weitere Eindrücke entlang der Elbe gesammelt.
Dazu gehören das „Blaue Wunder“ in Dresden, eine typische Straße im Stadtteil Pieschen sowie die Rundfahrtschiffe „Meissen“ und das moderne „August der Starke“, die auf der Elbe unterwegs sind.

Elberadweg am Blauen Wunder
Rundfahrtschiff "August der Starke" auf der Elbe bei Dresden
Straße in Pieschen
Blaues Wunder Dresden über der Elbe

An einem der letzten Tage habe ich noch eine ausgiebige Fahrradtour nach Moritzburg gemacht

Zum Schluss noch eine ausgiebige Fahrradtour nach Moritzburg

  • Fahrradtour von Dresden nach Mortitzburg

    Fahrradtour von Dresden nach Mortitzburg

    Die Fahrradtour von Dresden nach Mortitzburg führte durch die Dresdner Heide nach Moritzburg: 430 Höhenmeter, Schlossblick am See, Fasanenschlösschen und ein Leuchtturm, den man hier sicher nicht erwarten würde.

Weiterführende Informationen auf der offiziellen Seite der Stadt Dresden

Auf der Rückfahrt am nächsten Tag habe ich in Soest Zwischenstation gemacht, um mir die Stadt etws anzusehen. Übernachtet habe ich auf einem Stellplatz an einem Motel, ein einfacher Parkplatz aber mit allem, was man zur Ver- und Entsorgung braucht und nahe am Zentrum gelegen. Einige Eindrücke vom Besuch in der Stadt: der Osthofentor-Turm, typische Fachwerkhäuser, ein Teil vom Rathaus auf dem Marktplatz sowie der Turm der Propsteikirche St. Patrokli.

✍ Überarbeitet am: 13. März 2026

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Die Fahrradtouren von Dresden aus

  • Fahrradtour von Dresden nach Mortitzburg

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  • Ein Stück Sächsische Schweiz

    Bei bestem Wetter führte mich die Tour von Dresden aus auf dem Elberadweg nach Tschechien – durch Felslandschaften und Elbauen. Auf dem Rückweg zeigte sich, wie schnell das Wetter hier wechseln kann.

  • Mit dem Fahrrad von Dresden nach Meißen entlang der Elbe

    Mit dem Fahrrad von Dresden nach Meißen entlang der Elbe – hin flussabwärts auf dem linken Elbufer, zurück elbaufwärts auf der gegenüberliegenden Seite. Den Abschluss bildet der weite Blick auf die Dresdner Altstadt.

Städte mit dem Wohnmobil

  • Hamburg mit dem Wohnmobil

    Hamburg mit dem Wohnmobil: Übernachtung auf dem zentral gelegenen Stellplatz und Ausflüge zu den Landungsbrücken mit Hafenrundfahrt sowie auf den „Michel“ mit Blick über Stadt und Hafen. An einem Abend ging es noch zu einer nächtlichen Führung über die Reeperbahn.

  • Bremen mit dem Wohnmobil – letzter Tag unserer Städtetour

    Am letzten Tag unserer Städtetour erkundeten wir Bremen zu Fuß. Vom Stellplatz Am Kuhhirten ging es entlang der Weser in die Altstadt mit ihren bekannten Sehenswürdigkeiten.

  • Bremerhaven – Hafen, Schiffe und Meer

    Bremerhaven war ein maritimer Zwischenstopp unserer Städtetour. Direkt an der Weser erkundeten wir den Hafen, besichtigten historische Schiffe und genossen die besondere Atmosphäre zwischen Meer, Museum und Stadt.

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