Fahrradtour von Dresden nach Mortitzburg

Teil der Reise Dresden mit dem Wohnmobil und Fahrrad erleben

An einem der letzten Tage bin ich nochmal nach Moritzburg geradelt. Ich habe mir erneut das Blaue Wunder zur Elbüberquerung ausgesucht, da direkt dahinter die Route beginnen sollte.

Der Weg führte schon relativ früh durch Teile der Dresdner Heide – einem der größten Stadtwälder Deutschlands. Die Tour verlief allerdings eher am Rand entlang. Für einen der nächsten Besuche in Dresden habe ich mir vorgenommen, hier etwas länger zu verweilen und die Heide intensiver zu erkunden.

Weiter ging nach Hellerau, einem Stadtteil von Dresden in der Nähe des Flughafens. Von dort aus führte die Strecke durch Rähnitz schließlich weiter Richtung Moritzburg.

Die Fahrradtour von Dresden nach Mortitzburg fürte auch durch dichte Wälder mit schmalen Wegen

Schloss Moritzburg wurde bereits 1542 im Stil der Renaissance von Herzog Moritz als Jagdschloss errichtet. Viele Jahre später ab 1723, ließ August der Starke es zum barocken Jagd- und Lustschloss mit Tiergehegen und neuen Teichanlagen umbauen. Um 1800 kamen das Fasanenschlösschen, der Hafen und der Leuchtturm am Niederen Großteich Bärnsdorf hinzu.

Die barocke Anlage mit ihren symmetrischen Teichen zählt heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Sachsen. Besonders bekannt wurde Schloss Moritzburg auch durch den Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Der etwa 33 Meter hohe Backturm vom barocken Schloss Mortitzburg bei Dresden war zu dem Zeitpunkt eigerüstet, da die Turmhaube erneuert werden musste. Um etwa 200 Räume in einem Schloss dieser Größe zu erhalten, muss kontinuierlich viel geleistet werden. Dächer, Turmhauben, Fassaden und Innenräume brauchen Pflege – oft mehr, als man als Besucher wahrnimmt. Bei solchen historischen Bauwerken sind regelmäßig arbeiten zur Erhaltung notwendig und so kann man sie nicht immer fotogen vorfinden. Dafür bot sich aber auf der Rückseite eine gute Gelegenheit für ein baustellenfreies Foto.

Aschenbrödel habe ich leider nicht getroffen. Vielleicht war es wegen der Bauarbeiten einfach zu laut.

Ich hatte mir eine freie Bank am See ergattert und eine kleine Pause mit Kaffee und Blick auf Schloss Moritzburg eingelegt.

Anschließend bin ich dann weiter Richtung Wildgehege gefahren. Leider zeigten sich keine Tiere in der Nähe des Zauns. Als nächstes stand das Fasanenschlösschen auf dem Plan. Der Weg dorthin führte am Venusbrunnen vorbei.

Das Fasanenschlösschen diente August dem Starken im 18. Jahrhundert als Ort für Jagden und rauschende Feste. Noch heute spürt man ein wenig von dieser barocken Inszenierung.

Moritzburger Leuchtturm am Großtech

Ein Stück weiter am Großteich befindet sich der Moritzburger Leuchtturm – der einzige historische Leuchtturm Sachsens.

Der Leuchtturm wirkt wie ein Relikt aus einer anderen Welt. Mitten in der Teichlandschaft würde man hier am wenigsten einen Leuchtturm vermuten.

Moritzburger Leuchtturm am Großteich - Großaufnahme

Moritzburg ist damit weit mehr als nur ein Zwischenziel – es lohnt sich, hier Zeit einzuplanen und nicht nur vorbeizuradeln. Das Käthe-Kollwitz-Haus, eine Besichtigung mit Führung im Schloss Moritzburg – die ich vor einigen Jahren bereits gemacht habe, ebenso wie ein Besuch des Wildgeheges und des Lustschlösschens sind lohnende Unternehmungen. Nicht zuletzt lädt die Gegend mit ihren weitläufigen Wäldern und den zahlreichen Teichen zum Spazierengehen und Wandern ein.

Mit diesen Eindrücken aus Moritzburg ging die Fahrt weiter nach Radeburg, nicht zu verwechseln mit Radeberg. Es ist ein nettes Örtchen mit einem schönen Marktplatz. Von hier aus ging die Fahrt wieder zurück nach Dresden, mit einem weiteren Zwischenstopp zu einem Besuch in Trachau. Auch hier gab es Abschnitte die durch Wälder fürten.

Die gesamte Tour kam auf rund 430 Höhenmeter – fast so viele wie bei der Fahrt zur Bastei. Über den Höhenunterschied von hoch zu runter möchte ich lieber nichts mehr sagen.

Eine abwechslungsreiche Runde zwischen Elbe, Dresdner Heide und Schloss Moritzburg – mit mehr Höhenmetern, als man zunächst vermuten würde. Trotz E-Bike haben sich die 76 km nachher in den Beinen bemerkbar gemacht.

Im Vergleich zur Tour auf dem Elberadweg nach Meißen oder der Strecke entlang der Elbe durch die Sächsische Schweiz nach Tschechien ist diese Runde mit ihren Waldwegen und Steigungen deutlich anspruchsvoller.

Auf der Seite von Schloss Moritzburg gibt es weitere Informationen.

✍ Überarbeitet am: 13. März 2026

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