Fahrradtour über Greetsiel

Teil der Reise: Nordsee-Spätherbst 2025

Nachdem alles erledigt war – Wohnmobil abgestellt und ausgerichtet, am Automaten angemeldet, Strom angeschlossen und Münzen für 2kW eingeworfen – habe ich das Fahrrad aus der Garage geholt und noch einmal alles überprüft, nicht zuletzt wegen der längeren Anfahrt hierher.

Dann konnte es losgehen. Ein konkretes Ziel hatte ich nicht. Stattdessen habe ich einfach einen Punkt auf dem Fahrradnavi bestimmt, der etwa 30 km westlich liegt. Meist ist „Graveltour“ ausgewählt, da hier Routen vorgeschlagen werden, die nach Möglichkeit abseits der üblichen Strecken verlaufen. So werden zum Beispiel auch viele Fahrradwege entlang von Straßen vermieden.

Es lassen sich aber leider nicht alle Strecken tatsächlich fahren, da zum Teil die Streckenbeschaffung für mich nicht fahrbar ist, oder es schlicht verboten ist dort zu fahren. Dann heißt es eben umplanen und einen anderen Weg nehmen, auch schonmal den einen oder anderen Kilometer wieder zurückzufahren.

Nach kurzer Fahrt habe ich den Campingplatz „Nordsee-Camp Norddeich“ passiert. Vor einigen Jahren hatten wir hier bereits mit dem Wohnwagen einen Urlaub verbracht. Leider ist der Campingplatz in der Wintersaison geschlossen.

In früheren Tagen standen hier die Sendemasten von der Küstenfunkstelle „Norddeich Radio“. Von dort aus wurden 90 Jahre lang mit Schiffen in aller Welt gefunkt.

An der Küste von Norddeich einige Kilometer Richtung Greetsiel sind diese „Felder“ zu sehen. Es sind Lahnungen, die zum Küstenschutz dienen.

Sie beruhigen die Strömungen und stabilisieren dass Deichvorland.

Hinter dem Deich befindet sich der Störtebeckerkanal. Er ist eine Verbindung zwischen Norder Tief und anderen Entwässerungsgräben und dem Leyhörner Sieltief. Weiter geht es von dort aus zum Schöpfwerk Leyhörn ins Leyhörner Außentief und dann in die Nordsee.

Der Weg an der See entlang bis zum Leyhörner Außentief.

Das Leyhörner Außentief
Die Schleuse Leysiel

Am Leyhörner Außentief endet das Entwässerungssystem des Hinterlandes. Über die Schleuse Leysiel wird das Wasser kontrolliert ins Wattenmeer geleitet. Bei Flut bleibt das Siel geschlossen, um ein Zurückströmen zu verhindern – ein typisches Element des Küstenschutzes in Ostfriesland.

Auf dem Weg zur Schleuse habe ich aus der Entfernung einen Leuchtturm gesehen, der mir bekannt vorkam. Ich bin dann auf der Rückfahrt näher herangefahren und aus der Nähe betrachtet bemerkt, dass es sich um den Pilsumer Leuchtturm handelte – dem ehemaligen Wohnsitz von OTTO (In „Otto – Der Außerfriesische“).

Auf der Hin-und Rückfahrt bin ich durch Greestsiel gekommen.

Greetsiel ist ein kleines Fischerdorf mit historischen Gebäuden an der Nordseeküste, bekannt für seinen malerischen Hafen und die Krabbenkutter.

Greetsiel ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wattwanderungen, Krabbenkutterfahrten und Radtouren entlang der Küste.

Insgesamt war es eine abwechslungsreiche Tour mit viel Meerblick, ruhigen Wegen und dem charmanten Ortskern von Greetsiel. Trotz kleiner Umwege und nicht durchgehend befahrbarer Abschnitte habe ich die Strecke genossen und kann sie gut für ähnliche Touren empfehlen.

✍ Überarbeitet am: 24. Februar 2026

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